08.09.12 Röck My Wedding

September 8, 2012 in Live-Bilder

Heiraten und Metal passt nicht zusammen? Von wegen! Was von vielen lediglich als Witz aufgenommen wurde, ist jetzt tatsächlich eingetreten: RORC spielte auf einer Hochzeit! Es folgen der Videobeweis in Form einer neuen RORC TV-Episode und ein paar Eindrücke am Abend. Vielen Dank an dieser Stelle an unseren mächtigen Techniker Basti, der den bestmöglichen Sound für die schwierigen Verhältnisse rausgeholt hat. Danke !! Vor allem aber wünschen wir dem Hochzeitspaar alles Gute für die Zukunft (wobei nach so einer Hochzeit eigentlich garnichts mehr schiefgehen kann) \m/

14.07.12 Record Release „The Church Of RORCology“

Juli 14, 2012 in Live-Bilder

Alle Fotos © SHADOW-Foto / Andreas Reer, schwarzePRESSE.de

With Full Force ist Geschichte – Andreas Debski und die Leipziger Metalband RORC blicken zurück

Juli 2, 2012 in Presse

Die Ausrüstung generiert sich aus reichlich Festivalerfahrung und erlesenem Musikgeschmack sowie Dutzenden Steaks, die zu jeder Mahlzeit gereicht werden, einigen Paletten Dosenbier und einem Partyzelt. Mehr braucht ein Mensch nicht, um glücklich zu sein.

… von Andreas Debski

Leipzig/Roitzschjora. Die 19. Auflage des With Full Force ist Geschichte. Schlagzeilen machte das größte ostdeutsche Festival vor allem durch einen Blitzeinschlag, bei dem 51 Besucher verletzt wurden. Inzwischen steht fest: 40 von ihnen konnten das Krankenhaus bereits wieder verlassen, ein 35-Jähriger muss noch auf der Intensivstation betreut werden. Andreas Debski lässt die drei Tage und Nächte von Roitzschjora Revue passieren, begleitet von der jungen Leipziger Metalband RORC.

Der erste Juli-Montag ist der schwerste Tag eines jeden Jahres: Das With Full Force (WFF) zieht die Stecker – von nun ab läuft die Uhr rückwärts. Ein Countdown, der jeden Besucher, einmal mit dem WFF-Virus infiziert, verbindet. „Nach dem Force ist immer vor dem Force, man freut sich die nächsten zwölf Monate drauf“, sagt Tilman Scheinpflug, und seine Miene lässt ahnen, wie tief diese Freude im Innersten verankert ist. Der 21-jährige Student schlägt bei der Leipziger Epic-Metalband RORC die Saiten der Rhythmusgitarre an; das diesjährige WFF ist für ihn bereits das fünfte – Tilman und seine Freunde sind quasi Stammgäste. Die Ausrüstung generiert sich aus reichlich Festivalerfahrung und erlesenem Musikgeschmack sowie Dutzenden Steaks, die zu jeder Mahlzeit gereicht werden, einigen Paletten Dosenbier und einem Partyzelt. Mehr braucht ein Mensch nicht, um glücklich zu sein. Zumindest für drei Tage Roitzschjora.

Das With Full Force beansprucht für sich, das vielfältigste Festival im härteren Musikbereich zu sein. Die Mischung reicht von Punk und Folkrock über Metal- und Hardcore bis hin zu extremen Varianten aus den Death- und Black-Bereichen. Namen wie Elsterglanz, Flogging Molly, Suicide Silence, Machine Head, Kill Devil Hill, Trivium, Endstille und Soulfly stehen für eben diese Breite unter den insgesamt 63 Bands. „Das kann in dieser Größenordnung niemand anderes in Deutschland bieten“, ist sich Roland „Bogo“ Ritter, einer der drei WFF-Geschäftsführer sicher. Szenegrößen gastieren inzwischen in steter Regelmäßigkeit in dem Dorf am Rand der Dübener Heide, das in den 362 Resttagen des Jahres allenfalls 300 Einwohner zählt.

Foto: Susanne Richter

Was wahrscheinlich ebenso kaum ein anderes Festival in petto hat, sind die alljährlichen Wetterextreme. Nach der Hitzeschlacht anno 2010 und den in die Metal-Geschichtsbücher eingegangenen Schlammspielen des vergangenen Jahres – um nur zwei Beispiele aufzuführen – spielt der Donnergott Thor, der bei jedem Langhaar äußerst beliebt ist, schon zum freitäglichen Auftakt mit dicken Quellwolken und brennend heißer Sonne. Es braut sich etwas zusammen über dem nordsächsischen Segelflugplatz, auf dessen 80 Hektar knapp 30 000 Festivalgäste campieren. Was, das ahnt zu diesem Zeitpunkt noch niemand. Bei subtropischen Wetterwerten werden die Stromgitarren eingestöpselt; die ersten Helden heißen Devildriver, August Burns Red und We Butter The Bread With Butter. Die Eruption erfolgt, als sich die Dunkelheit über das Gelände legt: Machine Head. Betrachtet man Metal als eine Art Religion, so ist Rob Flynn, Mastermind von Machine Head, ihr Prediger. Sein Auftritt ist zweifellos der Höhepunkt des an großen Namen gewiss nicht armen With Full Force.

Doch für die Leipziger Band RORC geht es um noch viel mehr: „Es ist schon toll, wenn man seine Helden auf der Bühne sehen kann“, schwärmt Sänger Max, ein Student auf Lehramt, der sich bestens darauf versteht, gutturale Töne lautmalen zu können. Irgendwann, so hofft das Leipziger Sextett, wird vielleicht auch einmal ihnen die Chance gegeben, dort oben, auf diesen Ruhm verheißenden Planken, zu stehen. Gerade auf dem With Full Force, gerade als lokale Band. „Wir wissen, dass dazu sehr viel Glück gehört. Man muss zur richtigen Zeit die richtige Musik machen und die richtigen Leute kennen“, sagt Max und fügt brummend hinzu, als würde er sich entschuldigen wollen: „Das ist unser Traum.“ Immerhin: Schon seit ihren pubertären Teenagertagen missionieren die sechs Leipziger die Welt mit ihrer Auffassung von epischem Metal. Der vorläufige Lohn sind Auftritte in ganz Mitteldeutschland, auch bei kleineren Metalfestivals.

Die Anfänge von RORC datieren auf das Jahr 2006. Als Schulfreunde entschlossen sie sich, eine Black-Metal-Band namens „Reincarnation Of Rotten Christ“ zu gründen – ohne jemals eine Gitarre oder einen Bass in der Hand gehalten zu haben. Die einen mögen es naiv nennen, die anderen selbstbewusst. „Es war ein Selbstläufer: Innerhalb einer Nacht waren die Aufnahmen im Sack und auf die kurzerhand erstellte Myspace-Seite hochgeladen“, erinnert sich Tilman, der Gitarrist, an die Anfänge seiner Band, die inzwischen viele Schritte weiter gegangen ist. In der nächsten Woche erscheint das erste Album von RORC, produziert bei Andy Schmidt im Kick The Flame Studio in Leipzig, „bei unserem Wunschproduzenten“. Denn inzwischen beherrschen die Sechs ihre Instrumente.Doch der Traum trägt weiter. Einen Traum, den Bands wie We Butter The Bread With Butter oder auch Heaven Shall Burn seit einigen Jahren leben dürfen. Die einen sind der frühabendliche Mosh-Hit des freitäglichen Hardbowls, die anderen der Headliner des Sonnabends. „Wenn man sich vorstellt, dass wir vor ein paar Jahren noch selbst unten, in den ersten Reihen, mitgesprungen sind, ist unsere Entwicklung schon Wahnsinn“, Maik Weichert, Gitarrist von Heaven Shall Burn aus Thüringen: „Irgendwann ist es immer mehr geworden und immer größer. Dann ist es das Wichtigste, dass man auf dem Boden bleibt. Wir gehen alle einem geregelten Job nach, arbeiten oder studieren.“

Heaven Shall Burn („Der Himmel soll brennen“) sind es auch, die bei ihrem Quasi-Heimspiel einem Wolkenbruch trotzen, von dem man sich noch in einigen Jahren erzählen wird. Doch die Sicherheitstechniker haben keine Bedenken ob des strömenden Wassers und der angeschlossenen Elektronik. In der Nacht zu Sonntag wird allerdings ein gewaltiges Gewitter über Roitzschjora hängen, auf dem Campingplatz ein Blitz bei einer Cocktailbar einschlagen und 51 Besucher verletzen. „Es ist ein Wunder, dass alle überlebt haben“, sagt Tilman am Tag danach, „zehn Minuten vor dem Blitzeinschlag sind wir selbst noch an der Bar gewesen, wir haben die ganze Zeit um die Ecke gezeltet.“ Er selbst versorgt ein verletztes Mädchen. Kein Mensch denkt in diesen Stunden an Musik. Doch als die Sonne wieder im Zenit steht, füllen sich die Plätze vor den beiden Bühnen. Und später grüßt ein verdächtig gut aufgelegter Max Cavalera mit Soulfly zum Abschied.

Am Sonntagabend sitzen Tilman und seine Freunde im Auto, zurück nach Leipzig. Der dritte und letzte WFF-Tag liegt hinter ihnen. „Es war wieder der Höhepunkt des Jahres. Wir haben beispielsweise Trivium und Immortal erleben dürfen. Beim nächsten Mal könnte es aber mal normales Wetter geben.“ Vor ihnen liegt nun der schwerste Tag des Jahres. Und der WFF-Countdown läuft.

Record Release des ersten RORC-Albums „Church of RORCology“ am 14. Juli ab 20.30 Uhr in der Villa Leipzig, Lessingstraße 7

© LVZ-Online, 02.07.2012, 19:07 Uhr

Metal4Leipzig.de: RORC – The Church Of RORCology (8,5/10)

Juni 4, 2012 in Presse

Endlich etwas, das die Bezeichnung „episch“ verdient.

… von Pia-Kim Schaper

RORC beweisen auf “The Church Of RORCology”, wie vielseitig sie sind. Die Jungs spielen Death Metal mit sehr viel Melodie. Bereits die ersten Töne des Openers “Throes Of A Leadership Crisis” zeigen, was von RORC zu erwarten ist: Epik! Die gut arrangierten Riffs sind auf Keyboardsound gelegt, immer wieder durchbrochen von Schlagzeugattacken. Der Bass wummert mächtig. Zeitweise darf das Keyboard auch mal in den Vordergrund rücken. Darauf kommen die Gitarrenriffs mal rockig, mal sägend, mal frickelig. Auch die weiteren acht Titel können dieses hohe Niveau halten.

Doch auch wenn das jetzt ziemlich weich gespült klingt, gehen RORC tatsächlich in die Vollen und schrauben den Härtegrad hoch. Dabei holen sie sich Inspiration aus den unterschiedlichsten Spielarten des Metals und fügen alles zu einem funktionierenden Soundgebilde zusammen. Einflüsse aus Thrash Metal und Pagan Metal sind zu hören. Das Gesamtkunstwerk ist am ehesten noch mit STORMLORDs “Mare Nostrum” vergleichbar, allerdings mit todesbleiernem Gesang.

In “Rise Of Epic” steigt der Rock’n’Roll-Anteil merklich an, die Gitarren werden atmosphärischer. Sänger Arvid Loki growlt und flüstert, hinzu kommt Klargesang im Hintergrund. Insgesamt wird der Gesang auf “The Church Of RORCology” zurückhaltend eingesetzt und den Instrumenten somit viel Platz eingeräumt. Dass sie auch anders können, zeigen RORC mit “Pray (We Don’t Take You Alive)”, das sie langsam und ruhig einleiten, um dann rhythmisch loszulegen. Auf einem ähnlichen Level bewegt sich “In Confusion”, in dem etwas mehr Klargesang eingesetzt wird. RORC beschließen ihr Album mit dem zehn-minütigen Epos “Astraia”, in dem sie nochmals die Merkmale ihrer Songs verbinden.

Aufgenommen wurde “The Church Of RORCology” bei Andy Schmidt von DISILLUSION. Entsprechend hoch ist die Qualität der Aufnahmen. Die Produktion braucht sich hinter großen Bands nicht zu verstecken. In “Astraia” bekommen RORC Unterstützung von Gastsängerin Sissy. Der tiefe, weibliche Gesang ergänzt die Musik um ein weiteres, passendes Element.

Die Leipziger legen hier eine starke Scheibe vor, die mit einer Spielzeit von einer knappen Stunde gut was zu bieten hat. Langweilig wird es auf “The Church Of RORCology” dank der vielen Abwechslung nicht. RORC schaffen es, die vielen Einflüsse zusammenzufügen, ohne dabei unaufgeräumt zu klingen. Schwächen zeigen sich eigens im etwas unsicher und zerbrechlich wirkenden Klargesang. Hier sollte jeder ein Element finden, dass ihm gefällt. Einfach mal reinhören!

8,5/10 Punkten

 

11.05.12 Wonnemond 2.0 Festival

Mai 11, 2012 in Live-Bilder

Was für ein Abend in Sebnitz! Mit wahrhaft epischer Unterstützung von Donnergott Thor trugen wir einen mächtigen Kampf gegen die Regenmassen aus – und wir siegten! Übermächtige Blitze am Himmel und Flammen auf der Bühne – welchen geileren Rahmen kann es für eine RORC-Show geben?! Vielen Dank für die perfekte Organisation und die anderen Bands – so macht das Spaß !!

Zur Homepage der Klangmanufaktur Sebnitz: www.klangmanufaktur-sebnitz.de

Alle Fotos © Michael Friedrich, x-tremefoto.de

21.01.11 Bandclash

Januar 21, 2011 in Live-Bilder

Ihr habt mit uns die Halle D zum Beben gebracht – Bandclash 2011 war der Wahnsinn. Ihr seid unglaublich! Alle Fotos © Ella Wayfarer und © Foto Heinz

Hier ein kleines Live-Video vom Abend:

06.11.10 Newcomer In Concert

November 6, 2010 in Live-Bilder

Alle Fotos © Roman Weckwert

Sauna und Finsternis in der „Sonne“

Juni 7, 2010 in Presse

Der mit Arbeitsschuhen besohlte, schwarz gekleidete 19-Jährige zündete mit seinen gleichaltrigen Bandkollegen ein wahres Klanggewitter in der derben Gangart Metal ab.

… von Alexander Bley (Fotos in der Galerie)

Schkeuditz. Vornehmlich melodisch düster ging es Sonnabendnacht im Kulturhaus Sonne zu. Beim dritten Schkeuditzer Bandwettbewerb eiferten fünf Bands um eine Studio-Produktion und einen Auftritt als Vorband der Firebirds zur Schkeuditzer Rocknacht. Illusive Circus machte letztendlich das Rennen.

Die Finsternis in der „Sonne“ versprach Arvid Loki mit grunzender Stimme vor seinem Auftritt. Der mit Arbeitsschuhen besohlte, schwarz gekleidete 19-Jährige zündete mit seinen gleichaltrigen Bandkollegen daraufhin ein wahres Klanggewitter in der derben Gangart Metal ab. Der Sänger mit der tiefen Stimme heißt bürgerlich Max Degen. In der Loki-Rolle darf’s dann auch ein bisschen weiße Schminke und ein roter Schlips sein. Während der Binder auch den heftigsten Bewegungen seines Trägers standhielt, verabschiedete sich die Schminke schon nach dem ersten Song. Denn die Sonne schien tatsächlich in der „Sonne“, in Form von wärmespendenden Scheinwerfern. So verwandelte sich das Kulturhaus in eine fröhlich beschwipste Sauna.

30 Minuten ging jede Band auf die Planken, um sich der dreiköpfigen Jury zu stellen. Künstleragent Edgar Lahrius-Bergmann, Moderator Norbert Zschörnig und Oberbürgermeister Jörg Enke bewerteten an diesem langen Abend die Auftritte der Nachwuchsbands. Bei der dritten Auflage war nicht einmal ein Vorausscheid nötig, da sich lediglich fünf Bands beworben hatten. „Wir hätten auch reinfallen können“, gestand Kulturhauschef Volker Mönnig, „aber die Qualität der Bands war sehr hoch.“
Ins Rennen gingen neben Arvid Lokis Truppe RORC, Illusive Circus, Kopfgeld, Pub ’n’ Steel und die Ekla-Tanten. Der mit musikalischen Illusionen spielende Zirkus aus Radebeul machte das Rennen. Ihr Appell nach dem Auftritt wurde erhört. Da bat Sänger Dominique Brinke händeringend um Auftritte und eine Möglichkeit, eine CD aufzunehmen.

Die Sieger haben sich der melodischen Rock-Musik á la Dream-Theatre verschrieben. Also jener Musik, die einer Rock-Oper gleicht. „Die hohe musikalische Qualität war erstaunlich“, bescheinigte Lahrius-Bergmann, „und das bei einem Durchschnittsalter von 22 Jahren. Dem schlossen sich Manuel Weiße von den Ekla-Tanten und Sebastian Hoppe von RORC an. Die beste Bühnenshow boten neben den düsteren RORC-Kerlen die Tanten aus Wiedemar, die kurzerhand alle Anwesenden zum Wellemachenlassen nach oben holten. Aber auch Pub ’n’ Steel und Kopfgeld bescheinigte die Jury ein sehr gutes Niveau. Vier Bands wurden mit einem 150-Euro-Musikladen-Gutschein getröstet. Zudem versprach Enke der noch namenlosen Vorband aus der Lessing-Mittelschule diese mit seinem Keyboard zu unterstützen.

© LVZ-Online, 07.06.2010, 19:17 Uhr